Warum nutzen Menschen Social Media

Social Media Nutzung

Wir Menschen sind auf soziale Resonanz und Kooperation konstruiert.  Ziel ist soziale Gemeinschaft und gelingende Beziehungen. Mit den sozialen Medien gelingt es ganz leicht,  Kontakte mit Menschen aus der ganzen Welt herzustellen. Ob man Freunde  und Follower im Internet als Bereicherung oder als Beliebigkeit empfindet, hängt von der Art des Gebrauchs ab.

Soziale Netzwerke sind keine Spielwiese für sogenannte „Internet-Freaks“. Sie gehören zum Alltag und sind Teil unserer Kommunikation und diese wandelt sich sehr schnell. Die klassische Aufteilung zwischen Sender und Empfänger ist vorbei. Social Media beschleunigt diese Entwicklung und ist Teil von ihr.

Social Media bietet eine Markt- und Trendbeobachtung  abseits der etablierten Instrumente. Es ermöglicht uns, schneller auf Nachrichten zu reagieren und die Bedürfnisse verschiedenster Zielgruppen genauer einzuschätzen. Wer online ist, kann die Medien nutzen und kommunizieren. Somit sind sie ein hervorragendes Marketinginstrument.

Wir alle wollen sehen und gesehen werden. Soziale Netzwerke bringen uns ins Gespräch und wir sind bei diesen Gesprächen dabei.

Gemeinschaftsgedanke Social Media

Gemeinschaftsgedanke Social Media

Social Media ist generationsübergreifend und allgegenwärtig. Eltern und auch Großeltern erhalten Einblick in das Leben ihrer Kinder bzw. Enkel und erhalten die ältere Generation „jung“. Die nachstehende Grafik zeigt die Altersverteilung der Freunde von Facebook-Nutzern nach Altersgruppen. Somit haben über 60-jährige anteilsmäßig wesentlich mehr junge Freunde, als Nutzer im Alter von 13 bis 40. Das liegt natürlich auch daran, dass es wesentlich mehr jüngere Nutzer auf sozialen Netzwerken gibt. Jedoch kommunizieren jüngere Nutzer auch wesentlich lieber mit Gleichaltrigen. Wobei das Interesse der Älteren an den Aktivitäten der Jungen größer ist als umgekehrt.

Demografie Social Media

Demografie Social Media

Social Media ist auch eine Brutstätte für Narzissmus. Narzistisch veranlagte Menschen sind auf den sozialen Netzwerken aktiver und nutzen sie zur positiven Selbstvermarktung. Jemand, der sich online besonders präsentiert, wird auch stärker wahrgenommen. Auf einer Plattform „Rich Kids on Instagram“ werden Fotos und Beiträge von Parties der besonderen Art und Rechnungen von Champagner, Kaviar und diversen anderen Luxusgütern gepostet.

 

Meinungen und Informationen können direkt über das Web kundgetan werden, direkt und mit wenigen Klicks lassen sich Gleichgesinnte finden oder auch Menschen mit anderen oder ganz gegenteiligen  Ansichten treten in Kontakt. Das motiviert auch wieder andere, ihre Gedanken öffentlich zu machen – ob man sich kennt spielt keine Rolle mehr. Es ist ein Urbedürfnis des Menschen sich mit anderen auszutauschen. Man denke auch an die Aufstände in den arabischen Ländern, wo die Menschen die div. Netzwerke  nutzten,  um über ihre Lage die gesamte restliche Welt zu informieren.  Videos und Berichte dienten den Presseagenturen als Berichterstattung.

social media gaming

social media gaming

Social Media ist auch ein guter Weg zur Unterhaltung. Spiele, Musik und Videos sind leicht zu erreichen. Twittern auf Twitter oder das Posten auf Facebook ist ebenfalls eine Form der Unterhaltung. So hatte das bisher erfolgreichste Spiel FarmVille auf einem sozialen Medium in der besten Zeit mehr als 100 Mio. aktive Nutzer. Solche Spiele in sozialen Medien leben von dem Gemeinschaftsgedanken: „erhalte Bonuspunkte, indem du deine Freunde zu dem Spiel einlädst …“

Informationsüberlastung soziale Medien

Gemeinschaftsgedanke Social Media

Für viele Menschen bieten die sozialen Medien Entspannung um für kurze Zeit der Realitiät zu entfliehen und sich von Informationen berieseln zu lassen.

 

 

 

Facebook Meme

facebook meme

Berufliche Entwicklungen lassen sich durch die sozialen Netzwerke ebenfalls beschleunigen. Möglicherweise findet man potentielle Arbeitgeber oder Kunden, die durch das Profil aufmerksam wurden.

 

 

 

 

 

Auch für Partnersuchende und sogenannte „Seitenspringer“ bieten die sozialen Medien Plattformen. Kontakte verschiedenster Geschmäcker werden dabei leicht gemacht. Etablierte Partner-Börsen bedienen sich mittlerweile an Social Media Funktionen, wie etwa den Social Login (Login mittels Facebook, Google, etc.). Oder aber auch den Interessensabgleich. D.h. für was interessieren sich die Nutzer und wer interessiert sich für die gleichen Dinge. Zusätzlich gibt es auch bereits Partner-Börsen die Location-Based sind. Man erhält auf einem Radar Informationen, wer sich aller in der Umgebung aufhält und sich als potentieller Partner anbietet.

Partnersuche 2.0

Partnersuche 2.0

 

Inflation Wort Freund

Inflation Wort Freund

Tatsache ist, dass wir bei weitem mehr virtuelle Kontakte bzw. Freunde haben als echte. Somit wird dem Begriff „Freund“ durch soziale Medien, vor allem aber Facebook, eine nie dagewesene inflationäre Bedeutung gegeben. Aktuell hat der durchschnittliche Facebook-Nutzer 362 Facebook-„Freunde“. Somit entsteht natürlich auch ein gewisser Druck: je mehr Freunde, desto beliebter ist man in den Augen der „Freunde“.

 

 

Anerkennung in Form von Likes

Anerkennung in Form von Likes

Am häufigsten tauschen wir uns aus über Freizeitaktivitäten. Fotos werden aktualisiert und markiert. Je mehr „Likes“ oder Interaktionen ein Beitrag erhält, desto besser ist der Beitrag bzw. desto beliebter ist der Nutzer. Man spricht hier von „Anerkennung in Form von Interaktion“.

 

 

 

Die neuen sozialen Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie dienen der Unterhaltung, der Aufmerksamkeit, der Selbstdarstellung und dem Image, mit dem man sich auf den sozialen Netzwerken darstellt oder darstellen möchte.

Die Neigung, dass uns Menschen ein gewisser Voyeurismus innewohnt, kann in den sozialen Netzwerken hemmungslos  ausgelebt werden. „Stalker“ bezeichnet man absurderweise „Freunde“, die das Internet  und die sozialen Zwecke  dafür nützen.

 

Social Media ist ein wichtiger Teil unserer modernen Kommunikation. Sie kann jedoch die persönlichen Kontakte und  Kommunikation nicht ersetzen.