Lichtschnelles Internet für Heiligenberg

lichtschnelles Internet

Wie viele andere ländliche Gemeinden kämpfte auch Heiligenberg bislang mit schlechter Internetversorgung. Dies wird sich in den nächsten Wochen massiv ändern. Aufgrund einer Initiativgruppe – geleitet von Jürgen Kloimstein – wird die Energie AG ein Glasfasernetz errichten. Damit kommt höchste Bandbreite mit bester Qualität in jedes Haus. Fachläute sprechen von „Fiber-To-The-Home“ kurz gesagt FTTH.

Das Projekt konnte nur deshalb realisiert werden, weil sich beinahe alle Heiligenbergerinnen und Heiligenberger entschlossen haben dabei mitzumachen. Seitens der Energie AG wurde eine Mindestteilnehmerrate von 90 % gefordert, welche durch intensives Engagement der Aktivisten – Jürgen Kloimstein, Rudolf Haidinger und Franz Dornetshuber – noch übertroffen wurde. Ohne Übertreibung kann jetzt gesagt werden, dass Heiligenberg die erste wirkliche Breitbandgemeinde in Oberösterreich ist. Nicht nur bestehende Ein- und Mehrfamilienhäuser wurden angeschlossen, sondern auch die Mehrparteienwohnhäuser, insbesondere natürlich der neue ISG Wohnblock. Für alle Bauparzellen wird ein Leerrohr für den späteren Anschluss vorgesehen.

Neben der FTTH-Technologie wird das Gemeindeamt, die Schule, der Kindergarten, die Feuerwehr  und der Bauhof über ein so genanntes  „City LAN“ versorgt. Das ist eine Vernetzung (ebenfalls auf Glasfaserbasis) bei der die Behördendaten verschlüsselt übertragen werden. Damit ist für den öffentlichen Bereich ein sehr hoher Sicherheitsstatus erreicht. Am Ortsplatz selber wurde ein Outdoor WLAN Hotspot, ebenfalls mit 100 Mbps, installiert – dieser kann sehr gerne jederzeit getestet werden. Dies ist im Augenblick noch die schnellste Internetverbindung in Heiligenberg – wird sich aber in Kürze bis in das Wohnzimmer verbreiten.

Bei der Informationsveranstaltung am 31. Oktober 2015 präsentierte die Energie AG das gesamte Projekt. Insbesondere wurden die Hauseigentümer über die Möglichkeiten der Verkabelung im Haus und über die Verlegung am Grundstück informiert. Alle Kunden bekamen bereits die Glasfaserrohre für das Grundstück und ebenso die Anschlussdose für die Verkabelung im Haus ausgehändigt. Die Eigentümer können bereits jetzt unmittelbar mit den Installation und Verlegearbeiten beginnen. Damit ist sichergestellt, dass dann alles vorbereitet ist, wenn die Baufirma den Anschluss herstellt.

Nach dem Verlegen aller Rohrleitungen erfolgt das sogenannte „Einblasen“ der Glasfasern. Verteilt im Ortsgebiet werden fünf Glasfaserkästen errichtet, von denen aus die Lichtwellenleitern bis in das Wohnhaus eingebracht werden. Danach meldet sich ein Techniker der Energie AG und nimmt die Anlage in Betrieb. Dazu werden die Glasfaserkabel verbunden – im Fachjargon „gespleißt“ – und das Modem installiert.

Dieses Modem selber hat vier Anschlüsse. Direkt daran können Computer oder auch WLAN Router angeschlossen werden. Besonders wichtig ist, dass dieses Modem über zwei Telefonbuchsen verfügt. Damit ist es möglich beim bestehenden Telefonprovider eine Rufnummern-Mitnahme zu beantragen, dort zu kündigen und dadurch Kosten einzusparen.

Man zahlt in Zukunft nur mehr einen Provider – also die Energie AG – und hat für EUR 39,90 plus EUR 2,00 Telefon ein Komplettpaket. Internet wird mit einer Bandbreite von 100 Mbps zur Verfügung gestellt (kein bis zu) – ist also permanent mit dieser Leistung verfügbar. Als weiteres Produkt bietet die Energie AG ein Internetfernsehen mit vielen HD-Kanälen an. Dieses kann jederzeit nachbestellt werden.

Besonders bedanken möchten wir uns bei allen Kunden die mitgemacht haben, obwohl sie ein 100 Mbps Internet nicht dringend und lebensnotwendig benötigen. Damit hat die ältere Generation einen Meilenstein für die Heiligenberger Jugend gesetzt. Diese brauchen ein schnelles Internet für den Beruf und die Ausbildung. Für die Gemeinde selber ist eine Top Infrastruktur ein MUSS für Siedlungstätigkeiten.

Weitere Informationen bezüglich Glasfaser auf www.power-speed.at