Zusammenfassung 2015 „Breitband“

FTTH Breitband

Breitband unerlässlich für die Wirtschaft

Die Energie AG hat bereits vor Jahren mit dem Aufbau eines Glasfaser Backbones begonnen. Derzeit stehen 5.000 km mit 4.000 Businesskunden-Anbindungen in Oberösterreich zur Verfügung. Dazu gehören Banken, Gemeindeämter, Gesundheitseinrichtungen, Mobilfunksender, Industrie- und Gewerbekunden. Unterstützt wird dieser Ausbau vom Land OÖ – durch die gerade laufende Gewerbeförderung. Diese wird intensiv angenommen und wird bis Ende 2016 voll ausgeschöpft an Kunden weitergegeben. Damit ist die oberösterreichische Wirtschaft gut versorgt. Jedem Unternehmen steht ein Breitbandanschluss auf Glasfaser mit höchster Verfügbarkeit und Bandbreite zur Verfügung. Die Datenspeicherung wird ebenfalls von der Energie AG – mit einem Rechenzentrum für Kunden – angeboten. Somit kann sichergestellt werden, dass Daten ausschließlich österreichischem Datenschutzrecht unterliegen.

Breitband für den Privatkunden

Unvergleichlich schlechter sind in Oberösterreich Privatkunden gestellt. Im ländlichen Bereich geht de facto kein Internet – dort kann man vielleicht ein E-Mail verschicken. Richtiges Internet – wie man es für Dienste wie Videotheken, Online TV, usw. braucht – steht nicht zur Verfügung. Ein Aktionismus – wie der Ausbau von Kupferentbündelung über Glasfaser – wirkt maximal kurzfristig und ist volkswirtschaftlich unsinnig. Es wird Geld für die Sanierung von Kupferleitungen investiert, wobei sich nicht nur Experten einig sind, dass am Ende nur Fiber-To-The-Home (FTTH) für wirkliches Breitband brauchbar ist – es wird also zweimal investiert. Energie AG geht gleich den technologisch richtigen Weg und baut nur Breitband mit Glasfaser aus. Das Unternehmen hat vor etwa einem Jahr mit der Umsetzung des FTTH-Konzeptes begonnen und innerhalb kürzester Zeit 3.000 Homes-Passed errichtet.

Breitband Förderung – kompliziert zu handhaben

Die Bereitstellung der Breitbandmilliarde durch das BMVIT ist eine höchst dringende und sehr positive Entwicklung. An der Umsetzung könnte allerdings einiges verbessert werden.

  1. Der Förderatlas entspricht absolut nicht der Realität. Kleine Landgemeinden in Oberösterreich – „wo wirklich nichts geht“ – sind trotzdem nicht förderwürdig.
  2. Die Leerrohrförderung ist dermaßen kompliziert, dass die Mittel kaum ausgeschöpft werden können.
  3. Die Access-Förderung muss daher durchforstet werden, damit es zu einer schnelleren Umsetzung kommt.

FTTH-Strategie der Energie AG

Die Energie AG als Infrastrukturunternehmen mit Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmenetzen ist technisch und organisatorisch in der Lage ein FTTH-Netz unter wirtschaftlichen Kriterien sehr schnell aufzubauen.

  1. Der Ausbau beginnt zuerst in den ländlichen Gemeinden – dringender Handlungsbedarf.
  2. In möglichst allen Gemeinden werden erste Siedlungen unmittelbar erschlossen. Äußere Zonen in den Gemeinden können nur mittels Förderung gebaut werden.
  3. Wo Festnetz überhaupt nicht möglich ist, unterstützt die Energie AG die Mobilfunkbetreiber mit einem Glasfaser-Backhaul.
  4. Die Energie AG hat budgetäre Investmittel für den Ausbau bis 2020 vorgesehen – setzt allerdings die rasche Bereitstellung von Fördermitteln voraus.

Resümee:

  • Einen Breitbandanschluss braucht jeder.
  • Im ländlichen Bereich dringenst (Ausgleich Stadt-Land Gefälle).
  • Einzige nachhaltige Technologie ist Glasfaser.
  • Energie AG baut nur Glasfaser mit mind. 100 Mbps.
  • Energie AG kann Oberösterreich flächendeckend realisieren.
  • Dort wo wirtschaftlicher Ausbau nicht möglich ist, müssen Fördermittel herangezogen werden.
  • Der Förderatlas muss tatsächliche Realität korrigiert werden.
  • Energie AG hat Vorleistung mit 5.000 km Backbone bereits erbracht.

Siehe auch FiberDay 2015: http://blog.energieagdata.at/2015/11/24/fiberday-2015/