Nebelberg wird Mustergemeinde für Breitband-Netz

NEBELBERG. Jedes Haus in Nebelberg soll Zugang zu schnellem Breitband-Internet erhalten. Alle 650 Einwohner bekommen auf Wunsch einen Anschluss an das Netz.

Und das obwohl Nebelberg wie jede Landgemeinde in der Region viele Streusiedlungen hat. Dass hier, mit dem geplanten Glasfaserausbau, eine bessere Internetversorgung als in jeder Großstadt Europas entstehen soll, ist einzigartig. Vor etwa zwei Jahren wurde eine Projektgruppe gegründet, die seither intensiv an der Umsetzung eines Glasfasernetzes arbeitet. Dabei sollen im Endausbau 95 Prozent der Haushalte an ultraschnelles Internet angebunden werden. Der gesamte Ort wird umgegraben, denn jeder Haushalt bekommt eine eigene Glasfaserleitung. Zum Vergleich: In Österreich sind derzeit nur 1,3 Prozent der direkten Hausanschlüsse durch Glasfaserleitungen realisiert. Umgesetzt wird das Vorzeigeprojekt von der Energie AG Oberösterreich Telekom GmbH. Der Leiter der Breitbandinitiative, Thomas Riener, dazu: „Wir haben von Anfang an versucht, das Maximum für unsere Gemeinde herauszuholen, aber viele Rückschläge einstecken müssen. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben, und die Energie AG hat uns von Beginn an unterstützt. Dass wir jetzt bald Glasfaser bis in die Häuser bekommen, beweist, dass Hartnäckigkeit belohnt wird“, freut er sich.

Bevölkerung steht dahinter

Möglich ist dieser Ausbau, weil auch die Nebelberger selbst hinter dem Projekt stehen. Ein eigener Internetblog und eine Info-Offensive haben das Wissen und Verständnis zum Thema Breitband in Nebelberg gefestigt. „Es macht mich schon ein wenig stolz, dass Nebelberger so offen für innovative Zukunftsthemen sind. Die jungen Leute ohnehin, aber auch die ältere Generation zieht mit – schließlich geht es um eine gute Zukunft“, sagt Bürgermeister Markus Steininger, der auch von Beginn an an der Breitbandinitiative mitgearbeitet hat. Morgen, um 19 Uhr, findet in der Volksschule Heinrichsberg eine Informationsveranstaltung statt.