Smart Meter – Sensor im Energie-Internet

Das weltweite Datennetz „Internet“ hat eine wahre Erfolgsgeschichte hinter sich und wahrscheinlich noch vor sich. Im Nachhinein betrachtet kann man sehr gut die Techniken, Events und Prozesse erkennen, die dazu geführt haben. Im Vortrag unter dem Titel „Vernetzung als Schlüssel der Energiezukunft“ wird von der Energie AG Oberösterreich gezeigt, wie eine Transformation und Verschmelzung von Energie- und Datennetzen zu einer neuen Emergenz erfolgen kann. Dazu notwendige Techniken und Prozesse sind in und außerhalb des Unternehmens bereits verfügbar und müssen nun in kaufmännisch-wirtschaftlicher Ausrichtung transformiert werden.

Dazu ist eine systemische Analyse erforderlich. Die Themen werden in einem Vier-Quadranten-System jeweils aus interner und externer Sicht, sowie aus dem Fokus des Unternehmens und des Kunden bearbeitet.

Beim Themen „Intern/Unternehmen“ geht es hauptsächlich um das Management von Komplexität. Durch den exponentiellen Anstieg an Information, steigt auch die Komplexität. Wettbewerbsfähige Unternehmen der Zukunft müssen in der Lage sein, die Komplexität intern in ein System höherer Ordnung zu transformieren und nach extern dem Kunden einfachere Lösungen anbieten. Mehr Ordnung gewinnt man durch die Verschmelzung von Energie und Datennetzen, den Einbau von Sensoren, die Betriebsführung zwischen NOC und Customer Service und den Einsatz von Datenanalysemethoden um Wirkung zu erzeugen. Die Energie AG ist mit dem Einbau von Sensoren beim AMIS Smart Meter schon sehr weit fortgeschritten. Eine wesentliche Rolle beim Aufbau neuer Ordnungssysteme werden die Mitarbeiter spielen. Hier treffen uns völlig neue Begriffe wie „Emergenz“, „Awarenes“, „Holistic, „Co-Adaption“, usw.

Kunden sind meist auch Mitarbeiter und sind in deren Berufsleben mit Komplexität konfrontiert. Daher der Wunsch im Privatleben und insbesondere als Kunde möglichst einfache Dienste zu bekommen. Die Energie AG zeigt einige Beispiele für Konvenienz unter Einsatz neuester Lösungen – in Verschmelzung mit Energie- und Datennetzen. Eine wesentliche Rolle nehmen hier die Online-Dienste und Social Media ein.

Energieversorgungsunternehmen haben in der Regel einen sehr stabilen Kundenstock. Diesen gilt es mit allen Mitteln zu halten. Wesentliche Voraussetzung dafür ist eben dem Kunden einfache und wirkungsvolle Services anzubieten und Mehrwerte zu generieren. Dabei müssen diese nicht zwingend aus der eigenen Branche sein.

Wir sind eben nicht alleine auf der Welt! Auch wenn es in 100 Jahren der Stromversorgung so ausgesehen hat, so entwickeln sich jetzt Systeme die massiv die Energieaufbringung und –verteilung beeinflussen. Smart Home, Smart Cars und Smart Villages sind drei von diesen neuen Entwicklungen. In all diesen drei Segmenten hat die Energie AG bereits Lösungen, die deutlich das Pilotstadium verlassen haben. Mit großer Sicherheit führen diese Entwicklungen zu so etwas Ähnliches wie einer Energie-Cloud bzw. einem Energie-Internet.

Die Energiebranche steht natürlich immer im öffentlichen Interesse – schon alleine deshalb, weil es um die Befriedigung von Grundbedürfnisse geht. Die öffentliche Meinung wird von zwei wesentlichen Treibern bewegt – diese sind Angst und Vertrauen. In der Vergangenheit haben wir deutlich gesehen, welche Angst Technik verbreiten kann. Daher ist alles daran zu setzen, der Bevölkerung, dem Kunden und der Politik nicht nur Vertrauen zu vermitteln, sondern auch möglichst hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit zu garantieren. Dazu gehören Security und Datenschutz, sowie Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit.

Die wesentliche Aufgabe der Energieversorgung der Zukunft wird sein: managing complexity, creating services, integrating systems und developing trust.