Schule wird digital

Schule digital

Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen unaufhaltsam voran und bietet enorme Chancen. Digitalisierung ist im strategischen Programm „Innovatives OÖ 2020“ als interdisziplinäres Querschnittsthema definiert. Eine positive Entwicklung der Bildung und der Digitalisierung wird mitentscheidend sein für die Zukunft unserer Gesellschaft. Bildung, insbesondere die Förderung von Talenten und Potenzialen unserer Jüngst, ist die Grundlage unserer Wissensgesellschaft.

 

Um allen unseren Schülerinnen und Schülern zukünftig die besten Rahmenbedingungen gewährleisten zu können, fördert das Land Oberösterreich den Anschluss von Glasfaser-Breitband-Anschlüssen an den Pflichtschulen sowie die weiteren dazugehörigen Maßnahmen.

 

„Die Digitalisierung kommt nicht auf uns zu, sondern wir sind mitten in ihr drin. Unser Anspruch muss es sein, vom Anwender zum Mitgestalter und Entwickler zu werden. Auch wenn viele Schulen in Oberösterreich bereits gut ausgestattet sind, müssen wir das ultraschnelle Internet flächendeckend in die Schulen bringen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

 

„Den Gemeinden als Schulerhalter ist es ein wesentliches Bedürfnis, die Digitalisierung frühzeitig erlebbar zu machen. Das Gemeinderessort nimmt seine Verantwortung in diesem Bereich wahr und unterstütz diesen Breitband-Ausbau in Oberösterreichs Pflichtschulen. Es gilt, neue Technologien zu integrieren und die beste Infrastruktur zu ermöglichen, um den zukünftigen Anforderungen der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gewachsen zu sein. Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung des ländlichen Raumes“, so Landesrat Max Hiegelsberger.

 

Gemeinde-Referentin Birgit Gerstorfer begrüßt die gemeinsamen Bemühungen, die Digitalisierung schneller als bisher in die Klassenzimmer des Landes zu tragen: „Die Digitalisierung ist längst Realität, aber noch nicht in allen Klassenzimmern angekommen, was diese sehr gezielte Förderung des Landes sinnvoll und notwendig macht. Es darf nicht sein, dass die Schulen den Lebensrealitäten der Schülerinnen und Schüler hinterherhinken. Diese Initiative garantiert im wahrsten Sinne des Wortes die Anschlussfähigkeit an die technologischen Entwicklungen unserer Zeit. Sie ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für einen modernen und lebensnahen Unterricht, der en Kindern das Rüstzeug für die heutigen und zukünftigen Arbeitswelten mit auf den Weg gibt.“

 

Eine aktuelle Erhebung der Education Group GmbH zum Thema „Schnelles Internet“ an den oberösterreichischen Schulen im Zeitraum von Juli bis Oktober 2016 zeigt folgendes Bild:

 

Die Bandbreite in den Volksschulen bewegt sich beim Download vorwiegend zwischen 1 und 5 Mbit (146 Schulen) bzw. 6 bis 10 Mbit (130) – beim Upload zwischen 0 und 1 Mbit (218). In den Neuen Mittelschulen liegt die Bandbreite beim Download vorwiegend zwischen 16 und 20 Mbit (87 Schulen) bzw. zwischen 6 und 10 Mbit (28), ebenso beim Upload vorwiegend zwischen 16 und 20 Mbit (73) bzw. 0 bis 1 Mbit (29).

 

Daraus ergeben sich folgende Maßnahmen zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur in den Schulen:

1. Digitale Agenda und Einrichtung Arbeitsgruppe zur Digitalisierung

LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer hat bereits die Erarbeitung einer Digitalien Agend für Oberösterreichische Schulen“ beauftragt. Expert(inn)en und wichtige Partner des Landes Oberösterreich arbeiten gemeinsam an einer Digitalen Agenda für Oberösterreich. Diese Agenda soll neben nötigen Infrastrukturmaßnahmen auch pädagogische Konzepte beinhalten, die den Weg zur „Schule der Zukunft“ ebnen, damit die digitale Infrastruktur dann auch genutzt wird.

 

2. Breitband-Förderung

Für den flächendeckenden Ausbau des ultraschnellen Internets stellt das Land Oberösterreich in den nächsten drei Jahren sechs Millionen Euro zur Verfügung. Das Land Oberösterreich fördert zwei Drittel der Kosten, ein Drittel tragen die Gemeinden. In Summe können daher neun Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert werden. Förderkriterien auf einen Blick:

  • Förderzeitraum: 1. Jänner 2017 bis 31. Dezember 2019
  • Gesamtvolumen: 9 Millionen Euro (davon 6 Millionen vom Land OÖ, 3 Millionen Eigenanteil der Gemeinden)
  • Anspruchsberechtigt sind die Gemeinden (ohne Statutärstädte) für ihre Pflichtschulen
  • Förderquote des Landes OÖ: Zwei Drittel der angeführten Investitionssummen

 

Förderkriterien im Detail:

  1. Gefördert werden die einmaligen Kosten für die Errichtung und Herstellung von ultraschnellen Breitband Glasfaser-Internet-Anschlüssen für die öffentlichen Pflichtschulstandorte.
  2. Wenn alle Schulstandorte in der Gemeinde bereits über einen Breitband Glasfaser-Internet-Anschluss verfügen, ist auch eine Förderung für Inhouse-Verteilung (W-LAN) möglich.
  3. Sind sowohl Breitband-Anschluss als auch Inhouse-Verteilung (W-LAN in allen Klassen) bereits erfüllt, können auch Geräte für die Nutzung dieser Infrastruktur (zB Notebooks, Tablets, Beamer) bis zur maximalen Investitionssumme von € 10.500,- gefördert werden.

 

Förderhöhe:

Das Land Oberösterreich bietet folgende Förderungsvarianten an: Die Förderung von Gemeinden mit bis zu 2 Schulstandorten ist mit 21.000 Euro begrenzt. (Die maximale Förderhöhe beträgt daher 14.000 Euro = zwei Drittel). Die Förderung von Gemeinden mit 3 bis 5 Schulstandorten ist mit 27.000 Euro begrenzt. (Die maximale Förderhöhe beträgt daher 18.000 Euro = zwei Drittel). Die Förderung von Gemeinden mit mehr als 5 Schulstandorten ist mit 33.000 Euro begrenzt. (Die maximale Förderhöhe beträgt daher 22.000 Euro = zwei Drittel).

 

Die Förderung wird aus dem Bildungsressort und dem Gemeinderessort finanziert und über das Bildungsressort abgewickelt.

 

3. Verpflichtung zum Breitband-Anschluss bei Schulneubauten

Oberösterreichs Schulen sollen künftig flächendeckend im ganzen Land über einen Glasfaseranschluss verfügen. Um dieses Ziel möglichst einfach zu erreichen, sind bei jedem größeren Bauvorhaben die entsprechenden Voraussetzungen für einen Anschluss zu schaffen.

 

Die Schulerhalter und damit im Pflichtschulbereich die Gemeinden müssen daher bei jedem Neu-, Zu- oder Umbau und bei größeren Sanierungen alle notwendigen Voraussetzungen für einen Anschluss schaffen – davon erfasst sind sowohl Zuleitungen, Inhouse-Verkabelungen als auch Leerverrohrungen.