Digitalisierung

Unter Digitalisierung versteht man:

  • Die Umcodierung der analogen realen Welt in eine binäre Repräsentation. Wesentliche Elemente dazu sind die Code Wandler. Analog-Digital wird zB von einem SmartMeter erledigt. Digital-Analog wird die Stromrechnung von einem Drucker erstellt.
  • Das Processing der Daten erfolgt dezentral und direkt am Ort des Geschehens. Sensoren, Aktoren und Prozessoren sind in einem Gerät (IoT) und weisen kristalline Intelligenz auf. Damit ist RealTime gewährleistet (Digital Kamera)
  • Die Vernetzung untereinander und mit Storage Systemen bewirkt ein exponentielles Wachstum an Daten – (Google Fotos)
  • Durch deren weitere Verarbeitung in DeepLearning Einheiten bekommen die Daten eine Bedeutung und können für Assistenzdienste eingesetzt werden. “Suche mir alle Fotos mit mir auf Sandstrand”
  • Der Mensch als Produktionsfaktor wird durch digitale Entitäten zunehmend ersetzt. Qualität steigt und Preis sinkt. In Unternehmen werden Mitarbeiter mit “Digital Literacy” gebraucht.
  • Abgekoppelt von der analogen Welt werden rein digitale Dienstleistungen und Produkte entwickelt (Augmented und Virtual Reality)
  • Menschen kommunizieren direkt mit digitalen Entitäten.

Wie wirkt sich das auf die Gesellschaft aus:

  • Der Überfluss an Billigprodukten und Diensten führt zu einer massiven Verschärfung des Wettbewerbs und damit des Marketings.
  • Dieses wird über Social Media direkt im Unbewussten des Kunden ausgetragen. Daher sind Kundendaten enorm wertvoll, weil damit Einkaufsverhalten und persönliche Vorlieben direkt angesprochen werden können.
  • Massenprodukte wie Smartphones und Geräte des täglichen Gebrauches werden in China für den globalen Markt billig produziert und von den Kapitaleigner überteuert verkauft.
  • Die Prognosen mit 40% Jobverlust innerhalb von 10 Jahren müssten zu Bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen. Auf jeden Fall wird die soziale Mittelschicht dünner. Eine Gegenbewegung wäre Regionalisierung.
  • Die unheimliche Convenience der digitalen Welt lässt uns diese Gefahren völlig ausblenden bzw auf einen Sündenbock schieben.

Digitalisierung eines Unternehmens:

  • Entropie Reduktion: Der Begriff der Entropie kommt aus der Wärmelehre und bedeutet so viel wie „laufender Verfall von Systemen in Einzelteile“. In der Digitalisierung geht es genau dem entgegen zu wirken und wieder eine Stabilität zu bekommen. Man könnte auch sagen – Komplexität reduzierend.
  • Vernetzung: Wir sind es ja schon gewohnt, dass „alles“ vernetzt ist. Das stimmt aber so noch nicht. Vernetzt sind derzeit aber Mio. von Servern und nahezu die gesamte Menschheit. Bis zum Jahre 2020 werden 30 Mrd. IoT-Geräte erwartet, die dann auch alle vernetzt sein werden.
  • Autonome Aktoren: Darunter versteht man jene Mitarbeiter, die über eine Wir-/Ich-Verhaltensweise verfügen. Sind also Menschen, die autonom entscheiden können und trotzdem die Beteiligten einbeziehen.
  • Realtime: Die beinahe Lichtgeschwindigkeit mit der Datennetze und Computer arbeiten lässt uns die digitale Welt als Realtime World erscheinen. Man könnte meinen: auf der Welt passiert alles gleichzeitig. Für globale Unternehmen bedeutet das einen 7×24 durchgehenden Betrieb.
  • FlowControl: Die digitalen Medien buhlen um Aufmerksamkeit und da werden sie immer besser. Social Media sind immerwährend und bestens für Ablenkung geeignet. Sich selber so zu kontrollieren, dass man nicht durch alles abgelenkt wird – heißt FlowControl.
  • PopUp Response: Die PopUps sind eben ein Ausfluss aus der Aufmerksamkeitsgenerierung. Auch wenn diese wichtig und interessant erscheinen, braucht man nicht auf alle und vor allem nicht sofort darauf reagieren. Sind wie Straßenbahnen – kommen immer wieder.
  • AttentionGeneration: Sollte man allerdings auf der anderen Seite – nämlich der Marketing Seite sitzen – muss man Aufmerksamkeit generieren. Völlig egal, ob dies bei einem Social Media Auftritt oder bei einem persönlichen Auftritt auf einer Bühne ist. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass Kunden auf sie aufmerksam werden.
  • CyberOrganisation: Mit dem Aufkommen von Robotics und künstliche Intelligenz sind Menschen nicht mehr die einzigen Arbeitskräfte in Unternehmen. Wir Menschen müssen uns also mit digitalen Wesen auseinandersetzten. Da könnte es ganz gut sein, wieder einmal die StarWars-Filme anzuschauen.
  • DataConversion: Jedes Unternehmen, unabhängig von deren Größe, hat eine Unmenge von Daten lagernd. Meistens kann man mit diesen nur das machen, wofür sie eben da sind. Durch Big Data Analytics kann daraus wesentlich mehr und vor allem Wertschöpfung generiert werden.
  • Prediction: Das Letzte und Wichtigste ist zukünftige Entwicklungen voraussagen zu können. Damit sind Unternehmen besser auf Kundenbedürfnisse und den Mitbewerb vorbereitet. Die heutigen Wetterprognose Systeme sind ein gutes Beispiel dafür. Würden wir diesen Aufwand für unsere Geschäftsprognosen entwickeln, könnten wir zuverlässigere Forecasts machen.